Welcher Führerschein für welchen Hubraum?
La Réunion ist ein französisches Département: die französischen Regeln gelten unverändert. Keine lokale Sonderregel, kein spezieller Führerschein.
- Klasse A1 (ab 16) — Motorräder bis 125 cm³ und 11 kW.
- Klasse B (Auto) — Sie dürfen eine 125er fahren, wenn Sie den Schein seit mindestens 2 Jahren besitzen und eine 7-stündige Schulung absolviert haben. Der häufigste Fall bei Besuchern.
- Klasse A2 (ab 18) — Motorräder bis 35 kW.
- Klasse A — alle Hubräume, nach 2 Jahren A2 und einer Zusatzschulung.
Zwei Punkte zum Vorausplanen: Die Agenturen verlangen fast immer ein Mindestalter des Führerscheins (oft 1 bis 3 Jahre) und ein fahrzeugspezifisches Mindestalter. Beides steht in jedem Inserat — prüfen Sie es vor der Buchung, nicht erst am Schalter.
Wurde Ihr Führerschein ausserhalb der EU ausgestellt, klären Sie vor der Abreise, ob Sie einen internationalen Führerschein benötigen.
Ausrüstung: Pflicht und Leihumfang
Zwei Ausrüstungsteile sind gesetzlich vorgeschrieben, für Fahrer wie Beifahrer:
- ein zugelassener Helm (ECE-Norm), korrekt verschlossen;
- CE-zertifizierte Handschuhe, seit November 2016 Pflicht.
Die meisten Agenturen auf La Réunion stellen Helm und Handschuhe zum Fahrzeug — manche zusätzlich Jacke oder Rückenprotektor. Selbstverständlich ist das aber nicht: Prüfen Sie die Ausstattungsliste im Inserat und fragen Sie im Zweifel nach. Auf Tropiloc bringt Sie die Schaltfläche „Die Agentur fragen“ auf der Fahrzeugseite direkt mit ihr in Kontakt.
Über das gesetzliche Minimum hinaus: Packen Sie für die Temperaturunterschiede. An der Küste sind es fast 30 °C, in der Höhe früh am Morgen unter 10 °C. Eine winddichte und eine warme Schicht machen auf der Vulkanstrasse den Unterschied.
Die Strecken, die sich lohnen
Die Insel eignet sich hervorragend für Zweiräder — sofern die Strecke zum eigenen Niveau passt.
- Die Vulkanstrasse, ab Le Tampon und der Plaine des Cafres: ein langer, gleichmässiger Anstieg zum Pas de Bellecombe, durch Landschaften, die sich binnen einer Stunde völlig wandeln.
- Der Anstieg zum Maïdo, ab Saint-Paul: bis zum Aussichtspunkt asphaltiert, eine fordernde, aber machbare Serie von Kehren. Früh losfahren — der Nebel steigt oft am Vormittag auf.
- Die Strasse nach Cilaos: Hunderte Kurven und mehrere enge Tunnel. Grossartig, aber etwas für sichere Fahrer, besonders bei Nässe.
- Die Westküste, von Saint-Paul bis L'Étang-Salé: die sanfteste Runde, ideal zum Eingewöhnen.
Gut zu wissen: Die Küstenstrasse zwischen Saint-Denis und La Possession kann je nach Seegang und Steinschlag umgeleitet oder gesperrt sein. Prüfen Sie den Zustand, bevor Sie nach Norden fahren.
Wetter und Relief: die entscheidenden Reflexe
Das Relief erzeugt Mikroklimata: In Saint-Gilles kann die Sonne scheinen, während es im Hochland gleichzeitig regnet. Auf dem Motorrad erlebt man diesen Unterschied ganz anders als im Auto.
Ein paar einfache Gewohnheiten:
- Früh losfahren. Die Vormittage sind klarer; ab 10–11 Uhr steigen die Wolken meist aus den Tieflagen auf.
- Wetter und Warnstufen prüfen, besonders von Dezember bis März (Regenzeit und Zyklonrisiko).
- Nasse Fahrbahn im Hochland ernst nehmen: anhaltende Feuchtigkeit, Laub und Rinnsale machen manche Kurve tückisch.
- Tanken vorausplanen: Abseits der Küste werden Tankstellen rar.
Die angenehmste Saison zum Fahren reicht von April bis November (Südwinter): trockener, kühler, geringeres Zyklonrisiko. Zur Feinabstimmung Ihrer Daten siehe unseren Guide wann nach La Réunion reisen.
Versicherung, Kaution und Selbstbeteiligung
Die auf Tropiloc angebotenen Fahrzeuge gehören geprüften professionellen Agenturen und sind für die Vermietung versichert. Was von Inserat zu Inserat variiert, ist die Selbstbeteiligung — der Betrag, der bei einem Schaden zu Ihren Lasten bliebe.
Zwei Begriffe, die nicht zu verwechseln sind:
- die Kaution ist eine Sicherheit, die die Agentur bei der Übergabe nimmt (Kartenreservierung oder Scheck) und nach der Miete zurückgibt, wenn alles in Ordnung ist;
- die Selbstbeteiligung ist das, was Sie im Schadensfall tatsächlich zahlen, bis zur vertraglich festgelegten Grenze.
Beide Beträge stehen vor der Zahlung in jedem Inserat. Beim Zweirad lohnt zusätzlich der Blick darauf, was der Vertrag bei einem Sturz ohne Dritte abdeckt — hier unterscheiden sich die Agenturen am stärksten.
Motorrad oder Roller: was passt?
Das hängt davon ab, was Sie auf der Insel vorhaben.
- Ein Roller (50 bis 125 cm³) genügt für die Küste, das Pendeln zwischen Stränden, Einkäufe und Abende. Leicht zu parken, sparsam, ohne besondere Erfahrung fahrbar.
- Ein Motorrad spielt seine Stärken aus, sobald es ins Hochland geht: Die langen Anstiege zum Vulkan, nach Cilaos oder zum Maïdo verlangen Drehmoment und echte Strassenlage. Es ist auch die Wahl für den Fahrspass.
Für eine gemischte Reise — Küste und Berge — bleibt eine gut motorisierte 125er der beste Kompromiss, fahrbar mit Klasse B und der 7-Stunden-Schulung.
Vergleichen Sie das Angebot: Motorräder auf La Réunion mieten und Roller, bei geprüften lokalen Agenturen, mit Online-Buchung und flexibler Stornierung. Abholung auch am Flughafen Roland Garros.
Die richtige Ausrüstung, ein geprüfter Wetterbericht und eine zum Niveau passende Strecke: Unter diesen Bedingungen ist La Réunion ein aussergewöhnliches Revier auf zwei Rädern. Gute Fahrt!
